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Pele Uibel: YOG als erster „ultimativer Karrierehöhepunkt“

Einmal olympische Luft zu schnuppern gehört zu den Highlights im Leben eines Athleten. Pele Uibel hat sich diesen Traum 2018 bereits erfüllt. Der 18-Jährige von den Wasserfreunden Spandau gehörte zur deutschen Mannschaft bei den Youth Olympic Games in Buenos Aires – und überzeugte mit einem 4. Platz im Einzel. Wie Uibel das Event erlebt hat und wie er seine vergangene Saison einschätzt, verrät er im DVMF-Interview.

Pele, du hast dich dank einer starken Saison über die Rangliste der UIPM für die Youth Olympic Games in Argentinien qualifiziert und mit dem vierten Platz ein Ausrufezeichen gesetzt. Erzähl uns doch mal: Wie hast du die Zeit in Buenos Aires erlebt?

Pele:  Es waren spannende drei Wochen, in denen ich viele tolle Erfahrungen machen durfte. Mit dem deutschen Team habe ich am „Learn and Share“- Programm im olympischen Dorf teilgenommen und vieles ausprobiert. Die Gespräche mit den Sportlern, die als Role Models bei den Jugendspielen vor Ort waren, waren total interessant. Da war es gar nicht so leicht, die Konzentration aufrecht zu halten. Mein Wettkampf war ja erst ganz am Ende der Spiele.

Stand der Wettkampfgedanke für dich im Vordergrund?

Pele: Ja definitiv. Natürlich war die Qualifikation schon ein Erfolg und die Teilnahme an sich ein Erlebnis. Aber für mich sollte der Wettkampf bei den Youth Olympic Games der ultimative Saison- bzw. bisherige Karrierehöhepunkt sein. Dementsprechend wollte ich unbedingt eine Topleistung abrufen – was mir dann auch gelungen ist. Ich habe viele Eindrücke gesammelt, war aber stets auf meinen sportlichen Einsatz fokussiert.

Welche besonderen Erlebnisse hast du abseits der Wettkampfstätten erlebt?

Pele: Wir waren natürlich überwiegend im Olympischen Dorf und nur ein paar Mal in der Stadt. Buenos Aires hat mich echt beeindruckt – nicht nur wegen der leckeren Steaks, die es dort gibt (lacht).

Würdest du das Format der Youth Olympic Games anderen jungen ambitionierten Sportlern weiter empfehlen?

Pele: Ja auf jeden Fall, die Zeit war richtig schön. Die Jugendspiele sind natürlich nicht mit den „großen“ Olympischen Spielen zu vergleichen, aber trotzdem ein riesiges Sportereignis. Der Weg dahin über die Qualifikation war hart, hat sich aber definitiv gelohnt.

Platz 4 bei den Jugendspielen, Platz 4 bei der U19 EM in Drzonków – beides Mal knapp an der Medaille vorbei. Wie schätzt du selbst deine vergangene Saison ein?

Pele: Ich bin im Großen und Ganzen zufrieden mit meiner Saison. Es waren beides gute Ergebnisse. Für eine Medaille habe ich beides Mal im Fechten zu viel liegen gelassen. Definitiv mehr hatte ich mir von meinen WM-Starts erhofft. Gerade bei der U19-WM im April stimmte die Form im Laufen nicht. Durch mein Abitur im Frühjahr konnte ich nicht die gewohnten Umfänge trainieren. Trotzdem hätte es besser als der 13. Platz sein können.

Gibt es noch Schwächen, an denen du arbeiten möchtest, um beispielsweise auch mal bei einer WM vorne mitzumischen?

Pele: Mein Schwimmen ist schon besser geworden, aber da muss ich weiterhin, vor allem im Winter, dran arbeiten. Da sind noch einige Sekunden nach oben drin. Im Laufen möchte ich konstanter meine Leistungen abrufen.

Und eine Lieblingsdisziplin?

Pele: Also Fechten und Laufen sind auf jeden Fall meine Topfavoriten. Ich glaube, wenn ich mich auf eine Lieblingsdisziplin festlegen müsste, wäre es wohl das Laufen.

Abschließende Frage: Hat ein aufstrebendes Nachwuchstalent wie du ein sportliches Vorbild?

Pele: Ich habe kein direktes Vorbild. Es gibt viele Sportler, die ich sehr bewundere. Eine sportliche Laufbahn ist sehr individuell und ich möchte mich nicht zu stark auf eine Person fixieren. Ich will einmal sagen können, dass ich für mich das Bestmögliche erreicht habe.

Vielen Dank für das Interview und eine gute Saisonvorbereitung!

Das Interview führte Resi Rathmann. Zuletzt erschienen bereits Interviews mit Annika Schleu, Alexandra Bettinelli, Matthias Sandten und Marvin Dogue.

Foto Copyright: DOSB/picture-alliance