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WELTMEISTER: Dogue und Nobis mit überragender Staffel-Performance

Goldene Jungs: Patrick Dogue und Alexander Nobis haben bei der WM in Budapest den Titel in der Männer-Staffel geholt. Mit starken Leistungen in allen Disziplinen setzte sich das Duo souverän gegen die Staffeln aus Südkorea und Russland durch. Nach dem unglücklichen Auftakt bei den Frauen konnte die deutsche Mannschaft bereits am zweiten WM-Tag das erste Erfolgserlebnis feiern.

Im Motorsport würde man von einem Start-Ziel-Sieg sprechen, im Modernen Fünfkampf von einer Demonstration der Vielseitigkeit. Mit einer bärenstarken Performance haben sich Patrick Dogue (OSC Potsdam) und Alexander Nobis (Wasserfreunde Spandau 04) den WM-Titel in der Männer-Staffel gesichert. Mit mehr als 20 Sekunden Vorsprung auf die Duos aus Südkorea und Russland fielen sich die beiden im Ziel in die Arme und bejubelten das erste deutsche Gold bei den Titelkämpfen in Budapest.

Mit 25 Siegen (250 Punkte) im Fechten waren Dogue und Nobis hervorragend in den Tag gestartet und hatten gleich etwas Abstand zur Konkurrenz gelegt. Im Schwimmen, das beide nicht zu ihren stärksten Disziplinen zählen, überzeugten sie mit der achtbesten Zeit (1:51,56min) und verteidigten die Spitzenposition im Gesamtklassement. Der Schlüssel zum Sieg war schließlich das Reiten: Mit gutem Einführungsvermögen gegenüber den Pferden und einem konzentrierten Ritt mit nur drei Zeitfehlern bauten Dogue und Nobis ihren Vorsprung aus. Diesen brachten die starken Laser-Runner auf der Laufstrecke und am Schießstand sicher nach Hause.

Während Dogue damit – abgesehen vom Sieg bei der Militär-WM – seinen ersten Titel bei einer großen internationalen Meisterschaft feierte, bestätigte Nobis seinen Ruf als Staffel-Spezialist. Nach 2015 (mit Marvin Dogue) und 2017 (im Mixed mit Ronja Steinborn) feierte er in Budapest bereits seinen Gold-Hattrick. Beiden wird der Erfolg Rückenwind für die Einzel-Entscheidung am Donnerstag (Halbfinale) bzw. Samstag (Finale) geben.

Tags zuvor hatte das deutsche Damen-Duo eine große Enttäuschung hinnehmen müssen. Annika Schleu und Rebecca Langrehr hatten sich nach vier Verweigerungen im Reiten aus dem Medaillenrennen verabschiedet. Nachdem sich die beiden Athletinnen vom TSV Spandau 1860 im Fechten (25 Siege/23 Niederlagen) und Schwimmen (2:04,43min) noch in Reichweite der Spitze hielten, stand am Ende letztlich der 12. Rang zu Buche.

O-Ton:

Alexander Nobis: „Heute lief es von Anfang bis Ende optimal – wir sind megahappy. Wir hatten einen starken Rhythmus im Fechten, auch das Schwimmen lief richtig gut. Das beste Reitergebnis von allen hat uns dann richtig Auftrieb gegeben. Wir mussten den Vorsprung im Laser-Run nur noch nach Hause bringen. Da ist uns vor allem dank sicherer Schießserien gelungen.“

Ergebnisse:

Männer: 1. Patrick Dogue (OSC Potsdam)/Alexander Nobis (Wasserfreunde Spandau 04) 1506 Punkte; 2. Junhwa Jung/Woongtae Jun (Südkorea) 1482 Punkte; 3. Aleksander Lesun/Danil Kalimullin (Russland) 1475 Punkte; 4. Yaraslau Radziuk/Kirill Kasyanik (Weißrussland) 1465 Punkte; 5. Alexandre Henrard/Jean Baptiste Mourcia (Frankreich) 1459 Punkte.

Frauen: 1. Mayan Oliver/Mariana Arceo (Mexiko) 1338 Punkte; 2. Luca Barta/Kamilla Reti (Ungarn I) 1329 Punkte; 3. Unju Kim/Mina Jeong (Südkorea) 1326 Punkte; 4. Kate Coleman Lenehan/Eilidh Prise (Irland) 1305 Punkte; 5. Sarolta Simon/Blanka Guzi (Ungarn II) 1303 Punkte … 12. Annika Schleu/Rebecca Langrehr (TSV Spandau 1860) 979 Punkte.

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