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Finale furioso in Fernost: Kaohsiung freut sich auf die Weltmeisterschaften 2013

Eine lange Wettkampfsaison neigt sich dem Ende entgegen – und doch steht der Höhepunkt des Fünfkampf-Jahres 2013 noch bevor: die Weltmeisterschaft in Kaohsiung (Taiwan) vom 21. bis zum 28. August. Die zweitgrößte Stadt der Republik China war vor vier Jahren Ausrichter der World Games, der wichtigsten Veranstaltung aller nicht-olympischen Sportarten, und beherbergt nun die besten Fünfkämpferinnen und Fünfkampfer aus aller Welt.

Das deutsche Team hat nach intensiver Vorbereitung die Reise nach Taiwan bereits angetreten. Trotz einiger Verletzungssorgen schicken die Bundestrainer Kim Raisner und Axel Stamann eine schlagkräftige und erfolgshungrige Mannschaft an den Start. Diese trifft auf ein hochkarätiges Teilnehmerfeld und es darf gespannt erwartet werden, ob Mhairi Spence (Großbritannien) und Aleksander Lesun (Russland) ihre Einzel-Titel der vergangenen Weltmeisterschaften in Rom erfolgreich verteidigen können.

Deutsche Männer wollen versöhnlichen Saisonabschluss

Ohne den am Knie verletzten Deutschen Meister Patrick Dogue (Potsdam) und den pausierenden Olympiafünften von Peking und London, Steffen Gebhardt (Bensheim), hoffen die deutschen Männer dennoch auf gute Resultate. Für die besten Saisonresultate sorgte Alexander Nobis mit den Plätzen neun beim Weltcup in Budapest und zwölf bei der EM. Der 23-jährige Berliner möchte „an diese Leistungen anknüpfen, dann sollte der Finaleinzug sicher möglich sein“.

Für Stefan Köllner war es bislang aufgrund von anhaltenden Knieproblemen und wichtiger Prüfungen im Studium keine leichte Saison. „Ein Platz unter den besten zehn wäre für mich ein mehr als versöhnlicher Abschluss eines schwierigen Jahres. Ich bin jedenfalls hungrig und freue mich auf den Wettkampf“, so der 28-jährige Potsdamer. Sein neun Jahre jüngerer Teamkollege Fabian Liebig wird in Kaohsiung sein WM-Debüt feiern. Nach seinem überraschenden dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften wird das Talent nun auch auf internationaler Ebene wichtige Erfahrungen sammeln.

Arriviertes Frauen-Team schielt auf die Medaillen

Bei den Frauen gehen vier Athletinnen an den Start, die bereits die deutschen Farben vor gut fünf Wochen bei der EM im polnischen Drzonkow vertreten haben und dort in der Staffel und im Team zwei Bronzemedaillen gewannen. Lena Schöneborn (Bonn) möchte bei der WM nun auch wieder im Einzel angreifen und sieht sich nach einer intensiven Vorbereitung gut gerüstet. Gleiches gilt für die Berlinerin Annika Schleu, die sich nach ihrem tollen Comeback (Platz 6 EM-Einzel) nun aber keine konkreten Ziele setzen möchte: „Schließlich weiß ich noch nicht genau, wo ich stehe. Ich kann deshalb aber entspannt und ohne großen Druck an den Start gehen und möchte einen guten Wettkampf abliefern.“

Die dritte Starterin Janine Kohlmann (Potsdam) laboriert weiterhin an einer Oberschenkelverletzung und muss deshalb auf ihren Einsatz im Einzel verzichten. Sie tritt deshalb die Reise nach Taiwan verspätet an, hofft aber auf eine rechtzeitige Genesung zur Staffel, in der die deutsche Mannschaft als Titelverteidigerinnen antreten. Das Team wird komplettiert durch Claudia Knack (Berlin), die sich nach dreijähriger Abstinenz wieder für eine WM qualifizieren konnte. „Nach einigen durchwachsenen Ergebnissen ist die WM-Teilnahme schon ein Erfolg. Ich will in Kaohsiung konzentriert von Disziplin zu Disziplin denken und meine Trainingsleistungen abrufen“, sagte die 25-jährige Studentin.

Der Zeitplan für die WM in Kaohsiung (Taiwan):

21. August:      Qualifikation Frauen

22. August:      Qualifikation Männer

23. August:      Finale Frauen

24. August:      Finale Männer

25. August:      Mixed-Staffel

26. August:      Frauen-Staffel

27. August:      Männer-Staffel