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Europameisterschaften in Székesfehérvár: Die „Stadt der Könige“ kürt die Besten des Kontinents

Er liest sich auf den ersten Blick etwas ungewohnt, der Name „Székesfehérvár“. Auf genau diese ungarische Stadt richtet sich in den kommenden Tagen die geballte Aufmerksamkeit des Fünfkampf-Zirkus. In der 100.000-Einwohner-Metropole bestreitet die Elite des Kontinents vom 10. bis zum 15. Juli die diesjährigen Europameisterschaften.

Den Experten im Vielseitigkeitssport ist die „Stadt der Könige“, wie sie aufgrund ihrer Rolle als Krönungsort der ungarischen Oberhäupter im Mittelalter noch heute genannt wird, sicherlich ein Begriff. So fanden dort zuletzt 2009 ein Weltcup und im darauffolgenden Jahr die Junioren-WM statt.

Vor heimischem Publikum wollen Ádám Marosi und Zsófia Földházi ihre im vergangenen Jahr im polnischen Drzonków errungenen Titel verteidigen. Doch nicht nur sie werden hochmotiviert und ambitioniert bei den Titelkämpfen an den Start gehen. Das achtköpfige deutsche Team wird sich daher wie gewohnt mit einer starken Konkurrenz, jeweils mehr als 40 Männern und Frauen, messen.

Das Männerteam besteht aus einem Quartett aus Potsdam: Stefan Köllner hat sein Jahr auf die Saisonhöhepunkte ausgerichtet und hat schon in der Vergangenheit als EM-Dritter 2010 und WM-Vierter 2012 bewiesen, dass dort mit ihm zu rechnen ist. Der amtierende Deutsche Meister Patrick Dogue hat nach langer Verletzung zuletzt beim Sieg im Ministry-of-Defence-Cup (gemeinsam mit Lena Schöneborn) aufsteigende Form bewiesen. Hochmotiviert werden die beiden Youngster Fabian Liebig und Marvin Dogue an den Start gehen. Ganz sicher will der 18-jährige Dogue den Schwung von der Junioren-WM und -EM mitnehmen, als er sich mit Christian Zillekens in der Mixed-Staffel den Titel bzw. die Silbermedaille sicherte.

„Mit routinierten und talentierten Athleten haben wir eine gute Mischung. Die Mannschaft ist optimal auf die Titelkämpfe vorbereitet“, so Bundestrainer Axel Stamann.

Nach zwei Bronzemedaillen im vergangenen Jahr in der Staffel und im Team peilt die deutsche Frauen-Mannschaft auch in Székesfehérvár Edelmetall an. Die Einzel-Europameisterin von 2011, Lena Schöneborn (Bonn), geht gewohnt ambitioniert und hochmotiviert an den Start. Annika Schleu (Berlin) belegte zuletzt beim Kremlin-Cup einen hervorragenden 2. Platz und strebt nun auch in Ungarn eine vordere Platzierung an. Das Potenzial dazu hat zweifelsohne auch Janine Kohlmann (Potsdam), die bei den Weltcups zuletzt etwas unter Wert geschlagen wurde. Ronja Döring (Berlin) feierte im vergangenen Jahr mit der Team-Bronzemedaille ihren bislang größten Erfolg und will daran nun anknüpfen.

Bundestrainerin Kim Raisner ist optimistisch: „Ich denke, dass wir als Team gut aufgestellt sind. Lena kann immer eine Medaille holen. Für Janine und Annika ist eine Top-10-Platzierung das Ziel, Ronja kann bei erfolgreicher Finalqualifikation unter den besten 20 landen.“

Die offizielle Entsendung des deutschen EM-Teams erfolgte im Rahmen eines Sponsorentermins am 7. Juli in Berlin. Bei den Wettkämpfen in Ungarn werden die deutschen Athletinnen und Athleten erstmals in einer neuen Einkleidung an den Start gehen.

Der deutsche Kader bei den Europameisterschaften in Székesfehérvár (10. – 15. Juli):

Marvin Dogue, Patrick Dogue, Stefan Köllner, Fabian Liebig, Ronja Döring, Janine Kohlmann, Annika Schleu, Lena Schöneborn (das Foto zeigt außerdem: Anna Matthes, Christian Zillekens)

Zeitplan:

10. Juli: Qualifikation Frauen (mit Ronja Döring, Janine Kohlmann, Annika Schleu, Lena Schöneborn)

11. Juli: Qualifikation Männer (mit Marvin Dogue, Patrick Dogue, Stefan Köllner, Fabian Liebig)

12. Juli: Finale Frauen (Teamwertung: Janine Kohlmann, Annika Schleu, Lena Schöneborn)

13. Juli: Finale Männer (Teamwertung: Patrick Dogue, Stefan Köllner, Fabian Liebig)

14. Juli: Mixed-Staffel (Janine Kohlmann und Patrick Dogue)

15. Juli: Männer- und Frauen-Staffel (tba // Annika Schleu und Lena Schöneborn)

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