Polish Open: Kohlmann mit Sieg zum Saisonende

Toller Saisonabschluss für Janine Kohlmann: Die Potsdamerin holte sich am vergangenen Samstag den Sieg bei den Polish Open in Drzonków und sammelte damit wertvolle Punkte für die Olympia-Qualifikationsrangliste. Während Rebecca Langrehr mit Platz 5 überzeugte, büßte Alexander Nobis im Reiten die Chance auf ein mögliches Topresultat ein.

Mit ihrem ersten internationalen Sieg seit 2010 hat Janine Kohlmann einen wichtigen Schritt in Richtung Tokio 2020 gemacht. Die Sportlerin vom OSC Potsdam setzte sich bei den Polish Open vor der Italienerin Alexandra Frezza und der Polin Anna Maliszewska durch. Damit verbuchte Kohlmann 40 Punkte für die Olympic Pentathlon World Ranking list (OPWR), über die sich zum Stichtag 1. Juni 2020 mindestens sechs Athletinnen für die Spiele in Tokio qualifizieren. Als derzeit Zweitplatzierte hat sich die 28-Jährige eine gute Ausgangsposition verschafft.

Kohlmann war nach einem guten Auftakt im Schwimmen (2:21,31min) mit 22 Siegen (266p) die beste Athletin auf der Planche. Ihren Vorsprung auf die Konkurrenz baute sie durch einen sicheren Ritt mit nur zwei Zeitfehlern aus. Im Laser-Run ließ sie nichts anbrennen und kam fast 30 Sekunden vor der Italienerin Frezza ins Ziel.

Dahinter wusste auch Rebecca Langrehr als Fünfte zu überzeugen. Zwar musste sie vier Abwürfe im Reiten hinnehmen, zeigte aber im Fechten (20 Siege, 250p) und im Laser-Run (neuntbeste Zeit) gute Substanz nach einer langen Saison. Ronja Steinborn und Pia Bukow belegten die Plätze 12 und 19.

Als einziger Starter bei den Männern wollte Alexander Nobis Wiedergutmachung für das verpasste WM-Einzelfinale betreiben. Nach zwei Disziplinen fand er sich dank einer tollen Performance im Fechten (25 Siege, 250p) auf dem dritten Zwischenrang wieder. Leider fanden Reiter und Stute im Parcours nicht zusammen: Nach acht Abwürfen ging es für Nobis weit zurück, sodass nach fünf Disziplinen letztlich Rang 12 zu Buche stand.

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